Ein Ort, ein Jahrhundert, 140 Stimmen: FREIHEIT:SIMSON erzählt die Geschichte eines der bedeutendsten Industriestandorte Thüringens – von der Gründung durch die jüdische Unternehmerfamilie Simson 1856 über Enteignung, Rüstungsproduktion und Zwangsarbeit bis zum VEB Fahrzeug- und Jagdwaffenwerk „Ernst Thälmann“ und seiner Abwicklung durch die Treuhand 1993.
Grundlage des Bühnentexts sind Originalzitate von mehr als 140 Menschen aus Suhl und Thüringen: ehemalige Arbeiterinnen und Arbeiter, Betriebsärztinnen, Werksfahrer, Direktoren, Vertragsarbeiter aus Mosambik und Kuba sowie junge Menschen, die heute an ihren Simson-Mopeds schrauben. Historische Grundlage ist die Unternehmensstudie der Historikerin Ulrike Schulz.
Ein Theaterabend am historischen Ort
Gespielt wird im Kultursaal des Gebäudes UH auf dem ehemaligen Werksgelände – einem Ort, der über Jahrzehnte Ausbildungsstätte und Treffpunkt der Werksgemeinschaft war. Nach Jahren ohne Theater wird der Saal für zehn Vorstellungen wieder geöffnet.
Termine und Karten
Uraufführung: Freitag, 2. Oktober 2026, 18.30 Uhr
Abendvorstellungen:
3., 4., 8., 9., 16., 17. und 18. Oktober 2026, jeweils 18.30 Uhr
Matineen:
7. und 19. Oktober 2026, jeweils 10.30 Uhr
Einlass: jeweils eine Stunde vor Beginn
Dauer: ca. drei Stunden inklusive Pause
Spielort: Kultursaal im Gebäude UH, Simsonstraße 9, 98529 Suhl
Tickets: 35 Euro, ermäßigt 15 Euro
Team
FREIHEIT:SIMSON ist eine Produktion von Künstlerische Intelligenz®.
Regie, Produktion und Text: Janek Liebetruth
Text und Recherche: Aron Boks
Bühne: Hannes Hartmann
Kostüm: Anna Weidemann
Video: Rasmus Rienecker
Künstlerische Vermittlung: Caroline Ader
Gefördert von der Bundeszentrale für politische Bildung, der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, dem Fonds Darstellende Künste und der Kulturstiftung des Freistaats Thüringen.
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