FREIHEIT:SIMSON — Dokumentartheater im ehemaligen Simson-Werk Suhl

02.10.2026
– 19.10.2026
Suhl

Ein Ort, ein Jahrhundert, 140 Stimmen: FREIHEIT:SIMSON erzählt die Geschichte eines der bedeutendsten Industriestandorte Thüringens – von der Gründung durch die jüdische Unternehmerfamilie Simson 1856 über Enteignung, Rüstungsproduktion und Zwangsarbeit bis zum VEB Fahrzeug- und Jagdwaffenwerk „Ernst Thälmann“ und seiner Abwicklung durch die Treuhand 1993.

Grundlage des Bühnentexts sind Originalzitate von mehr als 140 Menschen aus Suhl und Thüringen: ehemalige Arbeiterinnen und Arbeiter, Betriebsärztinnen, Werksfahrer, Direktoren, Vertragsarbeiter aus Mosambik und Kuba sowie junge Menschen, die heute an ihren Simson-Mopeds schrauben. Historische Grundlage ist die Unternehmensstudie der Historikerin Ulrike Schulz.

Ein Theaterabend am historischen Ort

Gespielt wird im Kultursaal des Gebäudes UH auf dem ehemaligen Werksgelände – einem Ort, der über Jahrzehnte Ausbildungsstätte und Treffpunkt der Werksgemeinschaft war. Nach Jahren ohne Theater wird der Saal für zehn Vorstellungen wieder geöffnet.

Termine und Karten

Uraufführung: Freitag, 2. Oktober 2026, 18.30 Uhr

Abendvorstellungen:
3., 4., 8., 9., 16., 17. und 18. Oktober 2026, jeweils 18.30 Uhr

Matineen:
7. und 19. Oktober 2026, jeweils 10.30 Uhr

Einlass: jeweils eine Stunde vor Beginn
Dauer:
ca. drei Stunden inklusive Pause
Spielort:
Kultursaal im Gebäude UH, Simsonstraße 9, 98529 Suhl
Tickets:
35 Euro, ermäßigt 15 Euro

Team

FREIHEIT:SIMSON ist eine Produktion von Künstlerische Intelligenz®.

Regie, Produktion und Text: Janek Liebetruth
Text und Recherche:
Aron Boks
Bühne:
Hannes Hartmann
Kostüm:
Anna Weidemann
Video:
Rasmus Rienecker
Künstlerische Vermittlung:
Caroline Ader

Gefördert von der Bundeszentrale für politische Bildung, der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, dem Fonds Darstellende Künste und der Kulturstiftung des Freistaats Thüringen.

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